Eine wichtige Nachricht aus dem Libyen-Krieg. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International warf sowohl Truppen des flüchtigen Ex-Staatschefs Muammar al-Gaddafi als auch den Rebellen Folter vor und forderte die Anerkennung der Rechte von Gefangenen. So hätten Insassen in dem berüchtigten Gefängnis Abu Salim in Tripolis über Vergewaltigung und Folter zu Zeiten berichtet, als die Haftanstalt noch vom Gaddafi-Regime kontrolliert worden sei. Aber auch jetzt, nach Machtübernahme der Rebellen, habe eine Delegation vor Ort 125 Menschen in einer überfüllten Zelle angetroffen, in der die Gefangenen kein Platz gehabt hätten, sich zu bewegen. Zudem hätten die Rebellen schwarze Einwanderer festgenommen und geschlagen, weil sie vermuteten, daß es sich um Söldner handle. Ein Reporter des britischen Senders BBC berichtete über 17 Leichen von offenbar gefolterten und erschossenen Rebellen, die in ein Krankenhaus im Bezirk Mitiga eingeliefert worden seien. Ein Arzt habe angegeben, die Männer seien in einer Schule, die von den Gaddafi-Truppen als vorübergehendes Gefängnis genutzt worden sei, gefoltert und dann getötet worden. Aber auch Gaddafi-Kämpfer scheinen Opfer von Erschießungen geworden sein. Ein anderer Korrespondent der BBC entdeckte im Zentrum von Tripolis zwei Leichen von Gaddafi-Kämpfern, deren Hände auf dem Rücken zusammengebunden waren. Und ein AP-Korrespondent berichtet von etwa zwei Dutzend Leichen, die verstreut auf einer Grasfläche lagen, wo Gaddafi-Anhänger über Monate hinweg kampiert hatten.
(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de)
Am Samstag gab es in Afghanistan im Distrikt Asra in der Provinz Logar einen Autobombenanschlag auf ein Krankenhaus. Dabei wurden mindestens 35 Menschen getötet und 53 verletzt. Die meisten Todesopfer seien Frauen und Kinder. Ein Flügel des Krankenhauses sei weitgehend zerstört worden, hieß es. Die Wachen hätten noch versucht, den Selbstmordattentäter daran zu hindern, mit seiner Geländelimousine auf das Krankenhausgelände zu fahren, so ein Vertreter des Gesundheitsministeriums. Doch der Fahrer habe nicht angehalten.
Die Taliban haben jede Verantwortung für diesen feigen Anschlag zurückgewiesen. “Wir ermitteln gerade, wer hinter dem Anschlag steckt”, sagte Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid. Präsident Hamid Karsai verurteilte den Anschlag. Dies sei das Werk “barbarischer und ignoranter Feinde Afghanistans”.
Wie kann man so einen Meldung wohl noch kommentieren? Wenn Terroristen einen Anschlag auf ein Krankenhaus verüben, dann ist das nur noch abartig und pervers.
(Ein von Rebellen zerstörter Panzer der Regierungstruppen (Foto: “AFP”)
(Quellen:Tagesschau.de, Focus Online, Welt Online, ARD-Text 127, ZDF-Text 126, N24-Text 111) In Libyen nichts Neues. Dort sind die Truppen des Machthabers Muammar al-Gaddafi laut Augenzeugenberichten offenbar ins Zentrum der umkämpften Stadt Misrata, 210 Kilometer östlich der Hauptstadt Tripolis vorgedrungen. Bei ihrem Vordringen hätten die Truppen auch schwere Waffen eingesetzt. Die Aufständischen wurden mit Raketen und Artillerie beschossen. Im Häuserkampf wehrten sich diese gegen die Einnahme der Stadt durch Gaddafi-Truppen. Mindestens 16 Menschen wurden nach Ärzteangaben getötet. Mindestens 71 weitere Menschen, darunter auch Kinder, sind verletzt worden, hieß es im größten Krankenhaus in Misrata. Zahlreiche Verletzte wurden in ein Zelt vor dem Krankenhaus, das als Notaufnahme dient, gebracht. Am Abend waren in der Nähe der Klinik Schüsse zu hören, so ein ein Fotograf der Nachrichtenagentur “AFP” und bis in die Nacht waren Explosionen zu hören. Ein Krankenwagenfahrer sagte, die Hauptverkehrsader von Misrata, die Tripolis-Straße, werde von den Rebellen kontrolliert. In nahegelegenen Gebäuden seien aber Scharfschützen der libyschen Armee postiert. Misrata ist die einzige Stadt im Westen Libyens, die noch von Aufständischen gehalten wird. Sie wird seit sieben Wochen von den Gaddafi-Truppen belagert. Die humanitäre Lage in der Stadt gilt als kritisch, obwohl es zuletzt gelang, mit Schiffen Hilfslieferungen in den Hafen zu bringen. Der libysche Regierungssprecher Mussa Ibrahim wies übrigens Vorwürfe zurück, daß Gaddafis Truppen in Misrata die international geächteten Streubomben eingesetzt hätten. “Wir können diese Waffen aus moralischen und legalen Gründen nicht einsetzen. Wir wissen doch, wie viele internationale Organisationen und Medienvertreter in unserem Land sind. Wir wollen für diesen Vorwurf Beweise sehen”, sagte er. Ibrahim warf seinerseits der NATO vor, mit ihren Luftangriffen Partei für die Rebellen ergriffen zu haben. Eine “Invasion oder Besetzung Libyens” bleibt trotz wachsender Probleme nach Worten von Großbritanniens Premierminister David Cameron ausgeschlossen.
(Der Militärchef der Rebellen, Abdel Fattah Junis, wünscht sich mehr Unterstützung von der NATO.Foto: “Reuters”)
(Quellen:Tagesschau.de, ARD-Text 129/130, ZDF-Text 133, N24-Text 116, RTL-Text 126) Ein Auf und Ab was den Ölhafen Brega angeht. Die Truppen des libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi haben die Aufständischen vollständig aus dem Ölhafen zurückgedrängt. Die Rebellen lagen in der Nacht zu heute unter Artilleriebeschuß der Gaddafi – Truppen, berichtete ein “dpa” – Korrespondent aus Adschdabiya. Heute kreisten über dem Kampfgebiet NATO – Flugzeuge, welche aber nicht eingriffen. Die Kontrolle von Brega ist für die Aufständischen wichtig, weil sie über den Hafen Öl verschiffen und schwere Waffen importieren können. Die Rebellen haben “aus Sicherheitsgründen” das Krankenhaus in Adschdabiya geräumt. Die strategisch wichtigen Städte Brega und Adschdabiya wurden bisher mehrfach jeweils von Rebellen und von Regierungstruppen erobert. In der von Gaddafi – Truppen belagerten Enklave um die Hafenstadt Misrata, 210 Kilometer östlich der libyschen Hauptstadt Tripolis, wurden fünf Menschen getötet und 24 Menschen verletzt. “Wir können mit ihren Waffen nicht mithalten”, sagte ein Rebellenkämpfer. Zwar erreichten immer neue Aufständische die Front, doch die Gaddafi – Truppen seien ihnen überlegen.
Am Dienstagabend hatte der Militärkommandeur der Rebellen, General Abdel Fattah Junis, die NATO kritisiert, oftmals zu spät zu bombadieren, nicht entschieden genug gegen Gaddafis Truppen vorzugehen und die Menschen im umkämpften Misrata im Stich zu lassen. “Wenn die NATO die Blockade der Stadt brechen wollte, hätte sie das schon vor einigen Tagen gemacht”, sagte er in der Hafenstadt und Rebellenhochburg Bengasi. Die NATO bombadiere die Truppen von Gaddafi “dann und wann, hier und da, und lässt jeden Tag die Menschen in Misrata sterben”, sagte er. Ein NATO – Sprecher wies die Vorwürfe zurück. In den vergangenen Tagen seien 851 Einsätze geflogen worden. Misrata ist die einzige Stadt im Westen Libyens, die in der Hand der Regimegegner ist. Seit Wochen schon liefern sich diese und die Regierungstruppen erbitterte Kämpfe um die Stadt. Erst hieß es doch der Westen soll nur eine Flugverbotszone einrichten und jetzt hört sich das eher nach mehr an.
(Quellen:Tagesschau.de, Focus Online, Der Westen, ARD-Text 120/121/123, ZDF-Text 121, N24-Text 115)
Gewalt und kein Ende in Libyen- und es sind offenbar sowohl von libyschen Regierungstruppen als auch von den Koalitionstruppen Zivilisten getötet worden. Die Hauptstadt Tripolis ist auch in der Nacht und am Donnerstagmorgen das Ziel von Luftschlägen der Alliierten gewesen, die im Rahmen der Militäroperation “Odyssey Dawn” („Odysee Morgendämmerung“) stattfinden, welche die UN-Resolution 1973 zur Einrichtung einer Flugverbotszone zum Schutz der Zivilisten vor Truppen des libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi durchsetzen soll. In Tripolis waren Explosionen zu hören, Flugabwehrfeuer erleuchtete den Himmel. Der libysche Vizeaußenminister Chaled Kaaim sagte, Flugzeuge des Bündnisses hätten ein Treibstofflager getroffen. Laut dem US-Fernsehsender “CNN” wurde nach libyschen Regierungsangaben am Morgen der Stadtteil Tadschura getroffen. Es gebe “eine beträchtliche Zahl von getöteten Zivilisten”, meldete die amtliche libysche Nachrichtenagentur “Dschana”. Nach Berichten von Zeugen und des libyschen Staatsfernsehens hatte der Beschuß einer Armeebasis im Gebiet von Tadschura, etwa 30 Kilometer östlich von Tripolis, gegolten. Laut “Dschana” gab es drei Angriffe. Der dritte Beschuß sei erfolgt, als in dem Wohnviertel bereits Rettungsarbeiten anliefen. Das Staatsfernsehen berichtete außerdem von Angriffen auf Jafar, südwestlich von Tripolis. Die Allianz bombadierte auch Ziele in Sabha, 1000 Kilometer südlich von Tripolis. Aber auch die Gaddafi-Truppen haben gemordet. Trotz der Luftschläge gingen die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Aufständischen weiter. Aus Misrata, 210 km östlich von Tripolis, meldeten die Bewohner, daß das Krankenhaus der Stadt angegriffen worden sei. Panzer hätten die Klinik beschossen, zwei Menschen sollen dabei gestorben sein. Nach Augenzeugenberichten befanden sich Scharfschützen der Gadafi-Truppen in der Stadt, die auf Zivilisten geschossen hätten. Die Rebellen baten um die Entsendung eines Lazarettschiffs. Auch in der südwestlich von Tripolis gelegenen Stadt Al-Sintan soll es Tote gegeben haben. Die internationale Koaltion kündigte an, die Angriffe auf die Regierungstruppen bei Misrata und Adschdabiya zu verstärken. In Adschdabiya, 160 Kilometer südlich von der Hafenstadt Bengasi, soll durch die Luftangriffe ein militärisches Patt herrschen. Regierungspanzer hätten im Osten und Westen der Stadt Stellung bezogen.
US-Konteradmiral Gerard P. Hueber erklärte, daß Gaddafis Luftwaffe de facto ausgeschaltet sei. Keines seiner Flugzeuge sei in den letzten 24 Stunden aufgestiegen. “Die Flugzeuge wurden zerstört oder flugunfähig gemacht”, sagte er. Dann verstehe ich nicht, daß weiter Tripolis bombadiert wird. Damit geht man das Risiko ein, unschuldige Zivilisten zu töten. Wenn dieser Krieg dort unten vorbei ist, werden die UNO oder “Amnesty International” oder wer auch immer hoffentlich lückenlos aufklären, wie viele Zivilisten von Gaddafis Soldaten und von dieser “Koalition der Willigen” ermordet wurden. Ich denke nur, der Krieg wird leider noch lange präsent sein. Wie lautet Erwerbsregel 34 der Ferengi: Da gibt es jetzt sicher einige Waffenhändler, die schon so richtig geil sind.
(Quellen:Tagesschau.de, Sueddeutsche.de, Stern.de, ARD-Text 120/121/122, ZDF-Text 120/121/122, N24-Text 115)
Mit massiven Luft-und Raketenangriffen hat am Samstag der internationale Militäreinsatz “Odyssey Dawn” (“Odysee Morgendämmerung”) gegen Libyen begonnen. Die USA und Großbritannien starteten Raketenangriffe auf militärische Ziele des Machthabers Muammar al-Gaddafi. Zudem flogen französische und britische Kampfjets Angriffe. Beschossen wurden vor allem Ziele in der Nähe der Mittelmeerküste. Nach US-Angaben wurden mehr als 110 Tomahawk-Raketen abgefeuert, rund 20 Stellungen von Regierungstruppen seien attackiert worden. In der Nacht wurde offenbar auch die libysche Hauptstadt Tripolis angegriffen. Dort habe man Explosionen gehört, dann habe die Flugabwehr geschossen. Der Schußlärm habe etwa zehn Minuten gedauert, hieß es beim britischen Fernsehsender BBC. Ein Flugzeug habe die Kaserne in Bab el Asisija im Süden von Tripolis überflogen, in der Machthaber Gaddafi seine Residenz hat. Hinweise auf genaue Ziele des Luftangriffs gab es zunächst nicht. Das libysche Staatsfernsehen berichtete, es seien auch zivile Ziele angegriffen worden. Es soll Angriffe bei den Städten Misrata, Zuwara und Bengasi gegeben haben, ein Krankenhaus 15 Kilometer östlich von Tripolis sei angeblich dabei getroffen worden. Das Staatsfernsehen sprach von 48 Toten und 150 Verletzten seit Samstag. Großbritanniens
Premierminister David Cameron sagte, die Aktion sei “notwendig, legal und richtig”. Die von den Vereinten Nationen gebilligte Militäraktion soll verhindern, daß Gaddafis Truppen weiter Krieg gegen Zivilisten führen. Das US-Verteidigungsministerium will sich nach den Luftschlägen heute einen Überblick über das Ausmaß der Zerstörungen verschaffen. Vizeadmiral William Gortney sagte, dies könne erst am Sonntag nach Tagesanbruch geschehen. US-Beamte sagten dem US-Fernsehsender Fox News, daß die Luftverteidigung des Gaddafi-Regimes vermutlich schwer getroffen worden sei. Gaddafi selbst hat in einer kurzen Botschaft, die vom Staatsfernsehen ausgestrahlt wurde, dem Westen mit Vergeltung gedroht. Der Mittelmeerraum und Nordafrika seien jetzt Kriegsgebiet und ihre Interessen von nun an gefährdet. Das Mittelmeer sei zu einem “wahren Schlachtfeld” geworden. “Das libysche Volk ist bereit, die Kreuzritter zu bekämpfen. Wir werden die Waffenlager für alle Libyer öffnen”, sagte Gaddafi. Der Diktator rief andere Länder zur Unterstützung auf.
Gaddafi will offenbar auch mit Terror zurückschlagen. Ein Sprecher drohte laut “Daily Express”, Ferienflieger über dem Mittelmeer abzuschießen. Das traue ich diesem irren Diktator glatt zu. Das heißt ja dann back to the roots.
RT @sammut42003: Why do I block Brent Spiner 's spammer fanatics and still see their tweets on his timeline? It is annoying. 6 hours ago
RT @SirPatStew: Visit by the Duke of York today to open Huddersfield University's 3M Buckley Innovation Centre a great success. Proud to be… 6 hours ago