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Schlagwort-Archive: Brief

(Quellen:ZDF-heute.de, N24.de, n-tv.de)
In Libyen sind die Rebellen offenbar in die Hafenstadt Al-Sawija, etwa 50 Kilometer der Hauptstadt Tripolis, vorgedrungen und haben sich dort Gefechte mit Regierungstruppen geliefert. Die Küstenstraße nach Tunesien war dadurch blockiert, berichten “Reuters”-Mitarbeiter, die sich in der Gegend aufhalten. Auf der Straße seien nur Soldaten, Polizisten und bewaffnete Zivilisten unterwegs. Nach Angaben eines Rebellen-Sprechers in London kontrollieren die Aufständischen einen großen Teil des Westens der Stadt. Es sollen die ersten größeren Gefechte in dem Ölhafen sein, seit Regierungstruppen die Rebellen dort im März besiegt hatten.
Nach Medienberichten hat die Türkei dem libyschen Staatschef Muammar al-Gaddafi Unterstützung bei einem Gang ins Exil angeboten. Gaddafi habe bislang allerdings “leider nicht geantwortet”, sagte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan. Gaddafi habe “keine andere Wahl als das Land zu verlassen”, sagte Erdogan im türkischen Fernsehen. Die Türkei habe ihm die “Garantie” gegeben, ihm dabei behilflich zu sein, an den Aufenthaltsort seiner Wahl zu kommen.
Gaddafi seinerseits hat dem US-Kongress einen Brief geschrieben. Das US-Außenministerium erklärte, es habe von dem Brief gehört, ihn aber bisher nicht gesehen. In dem Schreiben soll Gaddafi seine Bereitschaft bekundet haben, über einen Waffenstillstand zu verhandeln. “Lasst uns die Zerstörung beenden und Verhandlungen aufnehmen, um eine friedliche Lösung für Libyen zu finden”, zitieren Medien aus dem Schreiben. Libyen dürfe “nicht wieder von Europäern kolonisiert werden”. Dazu soll Gaddafi die Kritik des Kongresses an US-Präsident Barack Obama wegen der NATO-Angriffe gelobt haben. Er habe die Überlegungen über die Beteiligung der USA an den NATO-Luftangriffen “mit großem Interesse” verfolgt, zitiert die Nachrichtenagentur “AFP” aus dem Brief Gaddafis. Er sei “zuversichtlich, dass die Geschichte die Weisheit Ihres Landes bei der Debatte über diese Themen erkennen” werde. “Ich möchte meine aufrichtige Dankbarkeit für Ihre nachdenkliche Diskussion der Fragen zum Ausdruck bringen”, zitiert die “New York Times” aus dem dreiseitigen Brief. “Wir bauen auf den Kongress der USA, daß er weiterhin die militärischen Aktivitäten der NATO und ihrer Verbündeten untersucht…” Die Reaktion der USA auf Gaddafis Schreiben dürfte wohl klar sein:  
Ein Sprecher von John Boehner, dem Präsidenten des US-Repräsentantenhauses, nannte das Schreiben wirr. “Wenn dieser inkohärente Brief echt ist, bestärkt er nur darin, daß Gaddafi gehen muss.”

(Quelle:Tagesschau.de,Spiegel Online)
Der Lieblings-Bundes-(Selbst)-Verteidigungsminister vieler Bundesbürger Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat sich also nun entschlossen seinen Doktorgrad abzugeben bzw. ihn sich abnehmen zu lassen, weil ja nur die Universität Bayreuth, die ihm den Grad verlehen hat, diesen auch wieder aberkennen kann. In einem Brief hat der Minister die Universität gebeten, angesichts der Plagiatsvorwürfe gegen ihn den ihm verliehenen Doktorgrad zurückzunehmen. Ich zitiere aus “Spiegel Online” :
“Mit diesem Schreiben möchte ich Sie bitten, die Verleihung meines Doktorgrades zurückzunehmen. In den letzten Tagen habe ich meine Dissertation nochmals selbst gründlich geprüft. Dabei kam ich zu dem Ergebnis, dass mir bei der Erarbeitung gravierende handwerkliche Fehler unterlaufen sind, die ordnungsgemäßem wissenschaftlichen Arbeiten widersprechen. Die Arbeit besitzt nach meiner Überzeugung dennoch ihren eigenen wissenschaftlichen Wert. Eine Ursache für mein Fehlverhalten ist darin zu sehen, dass ich über einen zu langen Zeitraum, über sieben Jahre hinweg, mit zahlreichen Unterbrechungen an der Arbeit geschrieben und offensichtlich den Überblick über die Verwendung von Quellen teilweise verloren habe. Eine abschließende Stellungnahme kann ich im Moment leider noch nicht abgeben. Aber festhalten will ich doch, dass ich zu keinem Zeitpunkt vorsätzlich oder absichtlich getäuscht habe.
Dieser Schritt ist für mich besonders schmerzhaft, aber er ist eine Konsequenz aus meinen Fehlern. Er ist auch notwendig, um bereits eingetretenen Schaden für den hervorragenden Ruf der Universität Bayreuth, für meinen überaus honorigen Doktorvater und meinen so geschätzten Zweitkorrektor zu begrenzen. Zum anderen verlangt mein Amtsverständnis, dass ich mich mit ungeteilter Aufmerksamkeit den großen Herausforderungen meines Ministeriums annehme.
Aus den genannten Gründen bitte ich die Promotionskommission der Universität Bayreuth, meiner Bitte um Rücknahme der Verleihung meines Doktorgrades zu entsprechen und danke Ihnen sehr für Ihre Bemühungen.”

Laut eines Zwischenberichts auf GuttenPlag Wiki , wo zu Guttenbergs Dissertation auf Plagiate untersucht wird, wurden auf 271 Seiten (fast 70%) Plagiate gefunden. Da muß man wohl von Vorsatz ausgehen. Wer da noch was anderes glaubt, der möge bitte einen (echten) Doktor aufsuchen.

Die Plagiatsvorwürfe gegen zu Guttenberg bestätigen meine Ansicht über Politiker. Was will man von denen erwarten? Man zeige mir bitte einen Politiker, der grundehrlich ist! Selbst der “Messias” Barack Obama, mit dem zu Guttenberg von Medien verglichen wurde, ist ein Schwindler, weil dieser das Internierungslager Guantanamo nicht, wie im Wahlkampf 2008 versprochen, geschlossen hat. Die Vasallentreue. mit der zu Guttenbergs Schwindel als Kavaliersdelikt hingestellt wird, schockiert etwas. Ist Deutschland schon so korrupt geworden? Wenn der Inhaber eines der wichtigsten Ministerposten im Land beim Schummeln erwischt wird, ist das nicht ganz unwichtig. Sagt er dann in seinem Ressort auch immer die Wahrheit? Wenn zu Guttenberg damit so durchkommt, dann hat Deutschland sich, in Anlehnung an Thilo Sarrazin, abgeschrieben. Jeder Normalsterbliche müßte bei so einem Betrug mit Konsequenzen rechnen, aber der “liebe Herrgutt” wohl nicht.
Bei der Beliebtheit möchte ich nicht ausschliessen wollen, daß der vielleicht doch noch mal Bundeskanzler wird.
 

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