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Schlagwort-Archive: Bewohner

Nach schweren Unruhen in Wukan, einem Fischerdorf mit 20.000 Einwohnern rund 200 Kilometer östlich von Hongkong in der Provinz Guangdong, haben die Behörden den umstrittenen Landverkauf wohl vorläufig gestoppt. Die Unruhen hatten hier schon im September begonnen. Die Bevölkerung protestierte damals gegen ihre Lokalregierung und den Zwangsverkauf von Ackerland an Wohnungsbauunternehmen. Nach Behördenangaben wurden damals sechs Polizeiwagen zerstört und zehn Polizisten verletzt. Mit Polizeigewalt und Verhandlungen stellte die Regierung die Ruhe wieder her. Danach kam es den gesamten November über zu weiteren Massenprotesten, bei denen sie ihre führenden Funktionäre, den Parteichef und seinen Stellvertreter, vertrieben und ihr Dorf nach außen hin verbarrikadierten. Verhandlungen zwischen den Behörden und den revoltierenden Dorfbewohnern blieben ergebnislos. Am vorvergangenen Freitag demonstrierte die Staatsmacht dann Härte und ließ die fünf Verhandlungsführer verhaften. Xue Jinbo, ein Vertreter der Dorfbewohner starb in Polizeigewahrsam-nach Behördenangaben an Herzversagen. Seine Angehörigen wollen das nicht glauben. Sie konnten sich den Leichnam angeblich ansehen. Ein Dorfbewohner berichtet: “Sein rechter Daumen war gebrochen. Ebenso sein Kiefer und seine Stirn. Er hatte Verletzungen am Hals und Blut in der Nase.” Sein ganzer Körper sei voller Wunden gewesen.
Die Sicherheitskräfte schnitten den Ort von der Außenwelt ab. Nicht einmal Lebensmittel oder Wasser könnten zu den Bewohnern gebracht werden, berichtet der Korrespondent der britischen Zeitung “Daily Telegraph”, Malcolm Moore.
Die Lokalregierung verkaufte im Juni 2009 für den Bau von fünf Immobilien- und Industrieprojekten große Flächen an zwei einflussreiche Bauunternehmen, Country Garden und Fengtian. Den Fischern und Bauern wurden dafür einfach 80 Prozent ihrer Böden weggenommen, auf eine angemessene Entschädigung warten sie bis heute vergebens.
 

 

 

 

 

 

 

(Quellen:Tagesschau.de, Deutsche Welle-World.de, RP Online)


(Ein Satellitenbild vom 14. März zeigt das AKW Fukushima I. Im Reaktor 2 bricht das Kühlsystem an diesem Tag zusammen. Das Kühlwasser sinkt so stark ab, dass die Brennstäbe vollkommen freiliegen. Betreiber TEPCO schließt nicht aus, daß es auch in diesem Reaktor zu einer Kernschmelze kommen könnte. Die japanische Atomaufsichtsbehörde schließt eine Katastrophe wie vor 25 Jahren in Tschernobyl aus. Das Land bittet die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) angesichts der Nuklearkrise aber um die Entsendung eines Expertenteams. Auch die USA werden offiziell um Hilfe gebeten. Foto: dpad)

(Quellen:Tagesschau.de, Welt Online, ARD-Text 125, ZDF-Text 127/128, N24-Text 114, RTL-Text 124/125)
Wenn ich derzeit die Nachrichten aus Japan und dem havarierten Atomreaktor Fukushima I lese oder höre, dann wird hier die Weltöffentlichkeit wohl auf gut deutsch so richtig ver und ich denke nicht alleine so, wie ich den zahlreichen Kommentaren im Internet entnehme. Die Lage in diesem AKW ist mehr als dramatisch, aber trotzdem wird die Sache von der japanischen Regierung und der AKW-Betreiberfirma TEPCO heruntergespielt. Und die Medien tragen auch kaum dazu bei, Licht ins dunkel zu bringen. Je mehr über Fukushima I berichtet wird, desto weniger Informationen gibt es. Ist das dort nun schon ein schleichender Super-GAU oder ein richtiger Super-GAU oder wie oder was? Und was bitteschön ist eine teilweise Kernschmelze? Ist das wie teilweise schwanger? Die japanische Regierung hat jedenfalls eingeräumt, daß es im AKW Fukushima I in Reaktorblock 2 zu einer teilweisen Kernschmelze gekommen sei. Die hohe Strahlenbelastung im Wasser von Reaktor 2 komme daher, daß Brennstäbe zum Teil geschmolzen seien. Man glaube aber, daß der Prozess gestoppt sei, sagte Regierungssprecher Yukio Edano. Die Experten, die in den Nachrichtensendungen ihre Statements abgeben, haben eine teilweise Kernschmelze längst vermutet. Radioaktives Wasser soll nun schon bis zu einem Meter hoch in den Turbinenhäusern der Reaktoren 1, 2 und 3 stehen. Die Arbeiter müßten diese Gebäude betreten, um Kabel zu verlegen und die Kühlanlagen wieder zum laufen zu bringen. Die Techniker bemühen sich, das Wasser zu beseitigen. Im Boden rund um das beschädigte AKW sind Spuren von hochgiftigem Plutonium entdeckt worden. Laut TEPCO stamme dies aus Brennstäben der Anlage. Spuren des Plutoniums fanden sich an fünf Stellen, meldete die japanische Nachrichtenagentur “Kyodo”. Die Menge sei aber gering und nicht gesundheitsschädlich. Die Proben sollen bereits am 21. und 22. März genommen worden sein. TEPCO hatte die Öffentlichkeit mit angeblich falschen Strahlenwerten verwirrt. Erst hieß es, die Radioaktivität im Wasser im Turbinengebäude sei zehn Millionen Mal höher als normal und dann die Radioaktivität sei 100.000 Mal höher als normal-ein angeblicher Messfehler. Bemerkenswert ist noch, daß die japanische Regierung an die Bewohner der 20-Kilometer-Evakuierungszone um Fukushima I appelliert hat, nicht in ihre Häuser zurückzukehren. Das zeigt doch, wohin die Reise wirklich geht-direkt Richtung Abgrund. Ich zitiere mal Wikipedia:
Bei einem solchen Unfall (Kernschmelze) kann hochradioaktives Material unkontrolliert aus dem Reaktor in die Umgebung gelangen und Mensch und Umwelt gefährden – ein Unfall, den man als Super-GAU bezeichnet.

Genau das ist doch passiert. Das Trinkwasser ist doch kontaminiert. Also ist das ein Super-GAU! Zum Krisenmanagement und der Informationspolitik von TEPCO habe ich nur diesen Kommentar:
Kernkraft ist unverantwortlich. Ich habe kein Vertrauen in diese Technik und auch nicht zu den Betreibern.

 

 

 

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