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Schlagwort-Archive: Beschuß

Die Ereignisse in Libyen haben sich in den letzten Stunden wieder dramatisch weiterentwickelt. Das Land steht offenbar vor einem Machtwechsel (hoffen wir mal, daß die armen kriegsgebeutelten Libyer mit den Rebellen an der Macht nicht vom Regen in die Traufe kommen). Medien berichteten am Montagmorgen über schwere Kämpfe um die Residenz Bab al-Asisija von nunmehr wohl bald Ex-Machthaber Muammar al-Gaddafi. Laut einem Bericht des arabischen Nachrichtensenders Al-Dschasira verließen Panzer Gaddafis Anwesen und nahmen einen Teil der Hauptstadt Tripolis unter Beschuß. Eine Leibgarde von Gaddafi soll sich in Tripolis den Rebellen ergeben haben. Die Aufständischen kontrollieren offenbar nach eigenen Angaben weite Teile der Hauptstadt, darunter den zentralen Grünen Platz, wo sich seit Beginn des Aufstands im Februar Gaddafi-Anhänger regelmäßig zu Kundgebungen versammelt hatten. Drei Gaddafi-Söhne, Saif al-Islam al-Gaddafi, Al-Saadi al-Gaddafi und Mohammed al-Gaddafi, sind von den Rebellen festgesetzt worden. Der älteste Sohn, Mohammed, wurde in seinem Anwesen unter Hausarrest gestellt. Die Aufständischen würden für seine Sicherheit garantieren, sagte er in der Nacht in einem Telefoninterview mit Al-Dschasira. Über den Aufenthaltsort von Gaddafi gibt es keine genauen Angaben. Der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Den Haag hat den Nationalen Übergangsrat in Bengasi aufgerufen, Saif al-Islam al-Gaddafi nach Den Haag zu überstellen. Schon heute wolle man darüber verhandeln, wie die Auslieferung ablaufen könnte, sagte Luis Moreno Ocampo dem US-Nachrichtensender CNN.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Noch eine kleine Kritik am Schluß zur Berichterstattung unserer heimischen Sender über die Ereignisse in Libyen. Auf Twitter gab es gestern Abend mehr Infos als bei ARD, ZDF, N24, n-tv. Danke schön für diesen Ausfall.

 

 

(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de)

Die syrische Armee hat angeblich ihren Beschuß von Wohngegenden in der Stadt Hama fortgesetzt. Augenzeugen berichten, daß das Zentrum und Wohngegenden der Stadt unter ständigem Feuer liegen, Rauch bedecke die Innenstadt. Bewohner seien in Schutzräume und unter Treppen geflüchtet, um den Kugeln der Scharfschützen zu entgehen. Es sei unklar, ob die Heckenschützen auf Menschen schössen oder zur Verunsicherung in die Luft. Krankenwagen könnten weder zu Toten noch zu Verwundeten durchkommen, so ein Aktivist. Zudem würden auch Panzer eingesetzt, um Demonstranten abzuschrecken. Die Panzer konzentrierten ihr Feuer auf Gebiete in der Nähe von Moscheen, um nächtlich Proteste zu verhindern. Die Protestbewegung gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad hatte erklärt, sie wolle während des Fastenmonats Ramadan (01. August 2011 bis 29. August 2011) jede Nacht demonstrieren. Laut Augenzeugenberichten war es die dritte Nacht in Folge, in der das syrische Militär mit Panzern auf Hama geschossen hat. Seit Sonntag versucht das Militär bisher offenbar vergeblich die Stadt zu erobern. Beim Beschuss mit Panzergranaten seien mindestens fünf Menschen getötet worden, berichteten syrische Aktivisten im Internet. Am Sonntag hatte es bei Angriffen möglicherweise rund 100 Tote gegeben. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist nicht möglich, da Syrien die meisten ausländischen Journalisten ausgewiesen hat. Die Nachrichten aus Syrien
sind oft sehr widersprüchlich. Die syrische Regierung veröffentlichte zum Beispiel jetzt Bilder aus Hama, auf denen zu sehen sein soll, wie von Demonstranten getötete Soldaten von einer Brücke in einen Fluss geworfen werden. Zu sehen sind mehrere Männer mit Waffen in der Hand. Dann werden viele in Blut getränkte Tote gezeigt, offenbar durch Schussverletzungen getötet. Dann werden sie von einer Brücke in einen Fluss geworfen. Die Opposition weist diese Vorwürfe zurück. Es seien Demonstranten, die dort in den Fluss geworfen würden. Außerdem sei unklar, ob die Bilder wirklich aus Hama stammen.
Zum ersten Mal hat dann auch der UN-Sicherheitsrat über einen konkreten Resolutions-Text zu Syrien verhandelt. Nach fast achtstündigen Gesprächen hat man sich nicht einigen können, allerdings gab es ernsthafte Gespräche zu einer möglichen Reaktion auf die eskalierende Gewalt in Syrien. Bisher blockieren vor allem Russland und China eine Resolution. Am Mittwochvormittag sollen die Verhandlungen um 10:00 Uhr New Yorker Zeit (16:00 Uhr MESZ) weitergehen.

 

 

 

 

 

 

(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de, N24.de)

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