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Schlagwort-Archive: Assoziation


(Quelle:Stern.de)
Das Attentat auf Gabrielle Giffords weckt eine Assoziation an eine Bluttat in mir, die sich in der Silvesternacht 2005 bei uns in Iserlohn ereignet hat. Dabei hat es sich mutmaßlich um einen sogenannten Ehrenmord gehandelt. An Silvester 2005 knapp eine Stunde vor Mitternacht sind auf einer Straße in Iserlohn-Letmathe eine Deutsche mit italienisch-deutschen Eltern und ihr 23-jährigen neuer Freund mit Kopfschüssen getötet worden.Ein 19-jähriger Cousin des Freundes überlebte einen Kopf-Durchschuss.
Als Täter vermuteten die Behörden den Bruder des türkischen
Ex-Freundes und stellten ihn unter Anklage. Motiv der Bluttat soll laut Anklage die Wiederherstellung der Familienehre gewesen sein. Die Frau
habe sich von ihrem früheren Freund getrennt und sei eine neue Liebesbeziehung zu einem anderen Mann eingegangen. Außerdem habe die Frau nicht den von ihrem Ex-Freund gewünschten Umgang mit dem gemeinsamen, damals zweijährigen Sohn erlaubt. Der Beschuldigte bestritt damals die Tatvorwürfe. Aus Mangel an Beweisen wurde der Mann dann freigesprochen. Ein Schmauchspuren-Gutachten konnte eine Tatbeteiligung anders als von der Staatsanwaltschaft zunächst angenommen nicht zweifelsfrei nachweisen.Der Verdächtige war am Neujahrstag 2006 zusammen mit dem Ex-Freund und einem weiteren Bruder festgenommen worden. An den Händen und an der Kleidung des 38-Jährigen wurden Schmauchspuren gefunden, die identisch mit Spuren bei den Opfern waren.
Fazit:zwei Tote, ein Schwerverletzter und der oder die Täter wer
immer sie auch sein mögen sind frei. Das ist der Unterschied zu Tucson, wo der wahrscheinlich verwirrte Killer dingfest gemacht werden konnte. Amokläufe und Attentate sind etwas ganz schlimmes. Erst recht, wenn es nicht weit von da geschieht, wo man lebt.

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