Dieser Beitrag ist meine Solidaritätsbekundung für den Twitter-Blogger Hamsa Kaschgari. Selbst wenn der saudische Journalist den Propheten Mohammed beleidigt hat, ist das keine Rechtfertigung für ein Todesurteil.
Der 23-Jährige Hamsa Kaschgari hatte sich bei Twitter kritisch zum Propheten Mohammed geäußert und dafür über 30.000 Antworten und zahlreiche Todesdrohungen erhalten. Hamsa Kaschgari hatte vor zehn Tagen auf Twitter ein fiktives Gespräch mit dem Propheten geführt. Darin hatte er unter anderem erklärt, daß er nicht für Mohammed beten werde und bestimmte Dinge an ihm hasse. In der Folge brach im arabischsprachigen Internet ein Sturm der Wut und Entrüstung über Kaschgaris Tweets aus.
Daraufhin war er vergangene Woche nach Kuala Lumpur geflüchtet. Offenbar wollte er von dort aus nach Neuseeland weiterfliegen. Kaschgari wurde in dem mehrheitlich muslimischen Land am Flughafen festgenommen. Nun verließ er Malaysia im Gewahrsam saudiarabischer Beamter. In seiner Heimat droht ihm wegen seiner drei verhängnisvollen Tweets nun die Todesstrafe. Mehr als 25.000 Menschen sind bislang der Facebook-Gruppe “Das saudische Volk will die Bestrafung von Hamsa Kaschgari” beigetreten.
(Quelle:Spiegel.de)




