(Quelle:Tagesschau.de)
Gestern schien es so, als ob die wichtigste Forderung der ägyptischen Opposition-der sofortige Rücktritt von Präsident Husni Mubarak-erfüllt würde. Aber dann enttäuschte dieser sture Diktator mit seiner Rede an die Nation diese Erwartungen. In einer Fernsehansprache erklärte Mubarak, er werde Amtsvollmachten an Vizepräsident Omar Suleiman abgeben, einen vollständigen Amtsverzicht lehnte er aber ab.
Mubarak sagte, daß er die Umsetzung der versprochenen Reformen und eine friedliche Übergabe der Macht überwachen wolle.
Er versicherte, bei Neuwahlen nicht antreten zu wollen. Die Rede des Präsidenten löste bei den Hunderttausenden Demonstranten auf dem Tahrir-Platz im Zentrum der ägyptischen Hauptstadt Kairo Wut und Enttäuschung aus. Als Zeichen ihrer Mißbilligung schwenkten sie Schuhe über ihren Köpfen und schrien zudem: “Mubarak weg, Suleiman weg.” Für heute kündigte die Opposition neue Massenproteste und einen Marsch zum Präsidentenpalast an. Der Friedensnobelpreisträger und Oppositionsführer Mohammed el-Baradei warnte vor einer Eskalation. Das Land werde explodieren, erklärte er. Nun müsse die Armee eingreifen.
Mubarak klebt an seiner Macht.
In Ägypten gibt es wohl nur noch zwei Möglichkeiten: chinesische Lösung 1989 oder rumänische Lösung 1989.
Bei der ersten Möglichkeit wurde die Demokratie-Bewegung mit Panzern niedergewalzt, bei der zweite wurde der Diktator Nicolae Ceaușescu an die Wand gestellt. Ich plädiere für die zweite Variante. 






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[...] gesagt: Die EU ist enttäuscht und der Volkszorn wächst. Mubarak klammert sich an sein Amt, er sieht sich selbst als Schlüsselfigur des Wandels. Was er dabei übersieht [...]